Rahmenbedingungen für Tests auf diesen Seiten
Die auf diesen Seiten präsentierten Tests werden nach einem Schema durchgeführt, welches vergleichbare und nachvollziehbare
Resultate liefern soll. Im Folgenden werden die Rahmenbedingungen erläutert.
Änderungen im Testschema ab dem 01.01. 2007 sind grau hinterlegt.
Änderungen im Testschema ab dem 01.07. 2009 sind graublau hinterlegt.
Elektromechanik
Vor dem Testdurchlauf eines noch nicht getesteten Modells erfolgt die komplette Demontage einschließlich Getriebe- und
Modellreinigung falls nicht anders vermerkt. Es folgen Getriebeanalyse, Messungen der
Anschlußinduktivitäten bzw. -widerstände, Bürstenauslenkwinkel und Einzelachsmassen.
Einfahrt
Vor jedem Test wird das Modell 15 Minuten bei der als "USchiene" genannten und in den
Gleichmasstabellen aufgeführten Spannung eingefahren, das Getriebe wird abgeschmiert
mit synthetischem Knochenöl und abermals 15 Minuten bei der selben Spannung betrieben. Dieses Procedere kann entfallen, wenn
direkt vorher bereits ein Testdurchlauf stattfand, da das Modell dann bereits betriebswarm ist.
Spannung/Strom/Zeitmessungen
Nach der Einfahrt werden bei allen Modellen komplette U/I/t-Werte in Solofahrt gemessen (max. 18 Werte) sowie die Meßwerte
für die Loktesttabellen. Im AC-Betrieb werden bei ausreichender Zugkraft (> 120g) auch mit den angehängten Zügen 1
und 2 der Loktesttabellen komplette U/I/t-Werte aufgenommen, jedoch nur bis zu einer Rundenzeit <54s
um das Modell bzw. die Elektronik zu schonen. Wie bereits bei Loksolofahrt jeweils im Anschluß an diese Messungen die
Einträge für die Loktesttabellen. Zur Schonung von Dekodern wird bei allen Betriebsarten außer AC auf die U/I/t-Messungen
verzichtet. Lediglich die Einträge für die Loktesttabellen werden gemessen. Dabei wird i.d.R. bei langsamen Modellen bei Zeiten
>54s eine kürzere Strecke (72cm oder 18cm) benutzt. Die Zeitnahme geschieht wie folgt:
Bei jeder Trafoeinstellung wird eine Runde von 13.181m zum Anpassen der Geschwindigkeit gefahren und eine Runde zur Zeitmessung gemessen.
Spannungen und Ströme werden an einem ausgewählten Punkt gemessen. Messungen unter Belastung werden aus Sicherheitsgründen
nur bis ca. 60s Zeit gemessen, von Ausnahmen abgesehen.
Für die Spannungsversorgung werden benutzt:
- AC : Transformator Typ 6173 (Märklin)
- HVW: wie AC, nur mit nachgeschaltetem Graetz-Gleichrichter B60C2200
- DC : wie HVW, nur mit Glättungskondensator 4700mF/63V
- PWM: wie DC, nur mit astabliem Multivibrator, Endstufe BD709
- MMS: CU6021, versorgt über Anschlüsse 0-L des Transformators 6173 (ca. 18,4V)
- MMS: Tams Easy-Control mit Booster B-4 eingestellt auf 20V, versorgt mit O-L des Transformators 6173
- DCC: Tams Easy-Control mit Booster B-4 eingestellt auf 20V, versorgt mit O-L des Transformators 6173
Die Messungen erfolgen in der Stromfehlerschaltung
Änderungen zum 01.01.2007: Die Tests mit angehängten Zügen entfallen
zugunsten einer Langsamfahrtmessung bis zum Stillstand. Schwankungsmessungen von Strömen, Spannungen und im Falle von
Impulssteuerungen auch Tastgrad- und Frequenzmessungen bei den Einstellungen für die Gleichlaufeigenschaften werden im
Anschluß an die Loktesttabellenmessungen durchgeführt.
Gleichlaufeigenschaften
Nach dem Ende der U/I/t-Messungen wird das Modell bei der Einfahrspannung erneut ca. 10 Minuten betrieben und 15 Werte für
die Gleichmaßtabelle mit einer Stopuhr gemessen.
Temperaturmessung
Im Anschluß zu den Messungen der Gleichlaufeigenschaften wird am Ständer (Feld- oder Permanentmagnet) oder am Treibgestell
die Temperatur mit einem Meßfühler gemessen. Ebenfalls werden die Temperaturen der Endstufen bei Dekodern
und Ansteuerungselektroniken gemessen.
Mindestwerte
Mindestspannung/Mindeststrom werden dann einmal im Solobetrieb und einmal mit aufgebocktem Treibgestell (Treibräder drehen sich in
der Luft) gemessen. Diese Messungen werden nur im AC und DC-Betrieb durchgeführt. Beide Werte haben jedoch mit der langsamsten,
ruckfreien Bewegung Nichts zu tun!
Stromaufnahmen sonstiger Verbraucher
Den Mindestwerten folgen die Stromaufnahmen alle Verbraucher, die außer dem Motor noch am Stromkreis angeschlossen sind
(Leuchtmittel, Elektronik, Lautsprecher, u.v.a.m). Da die Transformatoren keine Spannungsstabilisierung haben, werden hier ebenfalls
max. 18 Werte aufgenommen bei den selben Trafoeinstellungen. Lediglich die Mindestwerte werden bei der selben Spannung gemessen.
Dabei werden auch weitergehende Werte, wie Schleußenspannungen, Tastgrade, und Einzelwerte (vor allem im Digitalbetrieb)
weiterer Verbraucher gemessen. Am Ende dieser Messungen wird bei der Spannung für die Wirkungsgradmessungen die Stromaufnahme
aller Verbraucher außer dem Motor gemessen.
Wirkungsgradmessungen
Zu den Wirkungsgradmessungen wird das Modell nach Ende der Stromaufnahmen nochmals abgeschmiert und 15 Minuten erneut bei der angegebenen
Spannung eingefahren. Angefangen mit Loksolofahrt wird einmal die Stromaufnahme und die Zeit für eine Runde gemessen. Nach dem
Ankuppeln eines Wagens jeweils eine Runde Einfahrtzeit und erneute Messung. (19 Wagen max. auf diese Weise). Die Spannung wird hierbei
mit einem Meßgerät überwacht. Wagen 20 bis 27 sind die Wagen aus Testzug 2 und müssen wegen ihres hohen
Rollwiderstands einzeln hinter die Lok angehängt werden: nach dem Anhängen jeweils eine Runde Einfahrt mit nachfolgender
Vermessung.
Änderungen zum 01.01.2007: weitere Modellwagen mit hohem Rollwiderstand werden bei Bedarf
angehängt.
Die Radsätze der Wagen werden alle 20 Komplettmessungen erneut überprüft und ggf. gereinigt/abgeschmiert.
Zeitdauer der Messungen
Triebwagen: ca. 90 Minuten
Kräftige Modelle im AC-Betrieb: ca. 180-240 Minuten
DC, Digital-Betrieb: ca. 120-180 Minuten
kleine Modelle im AC-Betrieb: ca. 120-150 Minuten
Kräftige Modelle: 120-150 Minuten
kleine Modelle: 90-120 Minuten
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